»Islam« – in einem einzigen Zug

Autor/innen

  • Marcus Coelen

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2020.93.428

Schlagworte:

Identifizierung, Massenpsychologie, Mystik, Objekt, Name

Abstract

Es liegt nahe, »Islam« als Fall der Massenpsychologie anzusehen. In deren Innern arbeitet nach analytischer Metapsychologie die »Identifizierung«. Diese ist, als genuin freudscher Begriff, rätselhaft, mit sich selbst verdreht, wie ein Körper und zugleich das ihm Äußerliche; wie sprechende Sprache und zugleich Ungesagtes; wie Schrift und zugleich Unlesbares. Diese schwer darstellbare Identifizierung wird bei Freud und Lacan nicht nur in die Formalisierung und deren Buchstaben getrieben, sondern auch, hier und da, mit Stücken von Islamischem verziert, lässt Mystik und Gottesnamen anklingen. Eine Verdrehung der Bezüge: Eine Involution von analytischer Identifizierung und Islam lässt sich andeuten. Nicht erklärt jene diesen, sondern etwas von ihm Entliehenes verziert die Anstrengung ihrer Schreibung, manchmal zumindest.

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Veröffentlicht

04.12.2020