Sama Maani: Warum wir Linke über den Islam nicht reden können – Essays, Analysen, Reflexionen (Klagenfurt 2019, Drava-Verlag, 103 Seiten, 15,80 €)

Autor/innen

  • Sarah Rauchfuß

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2020.93.451

Abstract

Viele Linke und Liberale können über den Islam nicht reden, weil sie unbewusst die gedankliche Grundannahme mit rechten Rassist*innen teilen, den Zusammenhang zwischen (tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen) Muslim*innen und dem Islam als einen »unauflösliche[n], quasi genetische[n]« aufzufassen. Erst diese »volle Identifizierung« von Individuen aufgrund ihrer Herkunft (seien es nun Türken, Araber oder Perser) mit einem Glaubensbekenntnis sei rassistisch, nicht aber kritische oder selbst ablehnende Positionen gegenüber dem Islam per se. Die Linken verstünden sich »in Sachen Islam« selber nicht. Dies ist die Grundthese, die der österreichische Psychoanalytiker und Schriftsteller Sama Maani in dem einleitenden Text seines zweiten Essaybandes Warum wir Linke über den Islam nicht reden können, aufstellt.

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Veröffentlicht

04.12.2020