Coronanalysen
Fragmente zur viralen Lage
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2021.95.500Schlagworte:
SARS-CoV-2, Vaterschaft, Vaterschaftsnachweis, Save-Our-Seeds, Weltbiodiversitätsrat, IPBES, Zoonosen, spillover, land use change, Phylogenese, Evolutionstheorie, Parasitismus, Megaviren, Organismus, Topologie, Kugel, Torus, Bläschen, Jacques Monod, Ikosaeder, Platonismus, Introjektion, Injektion, Metapher, Metonymie, Unbehagen in der Kultur, Mitsein, Populationsdynamik, Kapitalismus, Machsamkeit, Impfung, Immunität, Selektionsdruck, Auto-Immunität, Rezeptor, Makromolekül, ACE2-Rezeptor, Verwandtschaft, Affinität, Schlüssel-Schloss, ErkennenAbstract
Bioanalyse in den Jahren 2020/21, in denen die vorliegenden beiden Bände 94 und 95 des RISS entstanden, kann eine Tatsache schwer umgehen: Während dieser Monate hat sich in der Semiosphäre – auch der des Unbewussten – die Biosphäre zurückgemeldet und zwar unter dem Namen eines Virus: SARS-CoV-2. RISS-Mitherausgeber Marcus Coelen und Heftredakteur Peter Berz haben ihre mitunter tagebuchartigen Notate zur aktuellen Lage der pandemischen Epoche gesichtet und daraus eine Reihe kurzer Texte durchaus fragmentarischen Charakters entwickelt. Einige kommen aus der Psychoanalyse und sehen etwa den Lacanschen nom-du-père, Namen-des-Vaters, transformiert zum Namen-des-Virus als Name-eines-Todes; andere folgen der von der Biologie postulierten Herkunft des Virus aus einer Landschaft von Tieren und Menschen weit diesseits des Subjekts; weitere folgen dem Virus wissenstheoretisch: seiner Position im evolutionären Wissen, seiner Macht, epistemologische Dispositive aufzurufen, bis hin zum philosophisch zu bedenkenden Wissen von Zellforschung und Immunologie.
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