Unverhohlen
Zu einer philologischen Liaison von Sprache und Rache
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2022.97.565Schlagworte:
Unding, Unsinn, Rache, UnfassungAbstract
Der Essay untersucht die Beweglichkeit des Morphems »un« in philologischen Konstellationen des 19. Jahrhunderts. Seine begrifflichen und historischen Implikationen beleuchten drei Miniaturen, deren erste das Spannungsverhältnis der Einträge »Ding« und »Unding« im Deutsche[n] Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm auslotet. Die zweite Miniatur leitet sich vom »Unsinn« her, der sich als Marke der Mündlichkeit zwischen die Seiten der handschriftlichen Erstfassung der Kinder- und Hausmärchen der Grimms drängt. Die dritte Miniatur schließlich erkundet den Zusammenhang von »Unding« und »Unsinn« für eine Liaison von Sprache und Rache.
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14.09.2022
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