Notiz

Unmögliche Berufe

Autor/innen

  • Karl-Josef Pazzini

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2022.97.595

Schlagworte:

Beruf, Politiker, Erzieher, Psychoanalytiker, Agression, Professionalität

Abstract

Freud kennt drei paradigmatisch unmögliche Berufe: Politiker, Erzieher, Psychoanalytiker. Er nennt die Wendung ein Scherzwort. Das Unmögliche unterscheidet sie von Jobs und Stellen. Dennoch besteht ein Hang, sie zu normalisieren, Methoden ihres Erlernens vorzuschreiben, anstelle des Sammelns von Erfahrung und kontinuierlichem Austausch und ihre Ausübung messbar zu evaluieren anstatt der Übung geselliger Kritik. Gemeinsames Kennzeichen solcher Berufe ist, dass sie nicht aggressionsfrei ausgeübt werden können, dass sie vieler Erfindungen bedürfen, Aggression zu kultivieren und zu zivilisieren. Gemeinsam ist ferner, dass sie genuin von Übertragung leben, fern der Planbarkeit der Ausübung mit bestimmtem Erfolg.

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Veröffentlicht

14.09.2022

Ausgabe

Rubrik

Artikel