Anne-Lise Stern – Das »Seminar«, eine Bezeugung

Vortrag von Léna Hirzel

Autor/innen

  • Léna Hirzel
  • Eva Maria Jobst

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2023.98.630

Schlagworte:

Anne-Lise Stern, Lacan, Shoah, Seminar

Abstract

Im April 1944 wurde Anne-Lise Stern in Paris denunziert, verhaftet und nach Auschwitz deportiert, weil sie Jüdin war. Als Überlebende zog sie nach ihrer Rückkehr aus Auschwitz wieder nach Paris und wurde, mit Jacques Lacan, Psychoanalytikerin. Angesichts des Erstarkens des Negationismus begann sie im Jahr 1979, was sie als »Forschung-Bezeugung« bezeichnete. Der Beitrag ist anlässlich der Übersetzung ihres Buches Le savoir-déporté ins Deutsche entstanden. Er ist der Versuch zu sagen, was ihr »Seminar« war, was es mit den Teilnehmern machte, welche Effekte es hatte, Anne-Lise Stern beim Sprechen, beim Ausarbeiten zuzuhören, beim »Stricken« der »Niederschläge« der Lager in unseren singulären Geschichten und in unserer kollektiven Geschichte.

Auf Einladung von Eva Maria Jobst hielt Léna Hirzel am 26. Mai 2021 diesen Vortrag auf einer Veranstaltung zum Gedenken an Anne-Lise Stern, organisiert von der Psychoanalytischen Bibliothek Berlin

Downloads

Veröffentlicht

19.04.2023