Es fehlt mir an Sein
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2023.98.632Schlagworte:
Sprechwesen, Sein, EntzugAbstract
Der erstmals 1981 in der Zeitschrift Ornicar? erschienene Text nähert sich der Frage des Antisemitismus ausgehend von einer Erfahrung, die besonders in der Psychoanalyse ihren Echoraum findet: der Erfahrung einer Enteignung »unseres Seins«, der wir als Sprechwesen nicht entgehen können. Im zweiten Teil ihres Textes zeichnet Bataille, anhand von zwei Kinderszenen, den Einsatz des Signifikanten »Jude/Jüdin« nach, der – als ein Versuch, diese Enteignung zu stoppen – den Hass formen wird, dessen »Endlösung« wir kennen. Die Radikalität ihres Ansatzes liegt darin, dass sie die Frage des Antisemitismus nicht vom Sinn, sondern von der Frage des Seins her angeht. Dem Wiederabdruck des Textes von Laurence Bataille – für dessen freundliche Genehmigung wir Édition du Seuil danken – folgt eine Kommentierung durch Mai Wegener.
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