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https://doi.org/10.21248/riss.2023.99.662Schlagworte:
Masturbation, Lustbefriedigung, Helmut Plessner Lachen und WeinenAbstract
Ein Fragment trägt kein Datum; in aller Regel steht es zeitlos in der Zeit: als Einfall. Inhalt des vorliegenden Fragments ist eine Vermutung, der Freud in all seinen metapsychologischen Arbeiten – ein ganzes Forscherleben – nachging und immer weiter substantiierte: Die Erkundung der inneren Struktur der Libido, die er schon früh dem ebenso ausführlich explizierten Grundkonflikt zwischen dem Lust- und dem Realitätsprinzip als gleichsam unhintergehbaren Subtext an die Seite stellt. »Die Absicht, daß der Mensch ›glücklich‹ sei, [sei] im Plan der ›Schöpfung‹ nicht enthalten«, heißt es noch im Spätwerk Unbehagen in der Kultur. Das Libidinöse nämlich fände seinen Antipoden nicht nur in der Realität mit all ihren Zwängen und Begrenzungen, sondern es sei bereits in sich gebrochen, ihm sei unablösbar eine profunde Gegenläufigkeit eingeschrieben, ein inhärentes, sich selbst wiederlegendes Moment, eine, wie es im Fragment heißt, »unbefriedigende Natur an sich«.
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