Masturbation, Masturbationswaren und die Logik des Marktes

Autor/innen

  • Greg Tuck
  • Nicolas Hauck

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2023.99.682

Schlagworte:

Masturbation, Kapitalismus, Ware, Lustökonomie

Abstract

Die Masturbation und insbesondere die neuen, mit masturbatorischer Lust verknüpften Konsumgüter (beispielsweise Sexspielzeug, zu Hause konsumierbare Pornografie und Erotika via Video, DVD und Internet, Kabel- und Satellitenfernsehen, Telefonsex etc.) scheinen das endgültige Eindringen warenförmiger Dynamiken in die Sphäre sozialer und sexueller Beziehungen deutlich zu zeigen. Wir bedienen uns nicht mehr nur direkt der masturbatorischen Lust, wir produzieren, verteilen, tauschen und konsumieren sie auf eine Weise, die diese Lüste mit der Marktform vermitteln. Darüber hinaus legen solche Industrien und deren Konsumgüter durchaus die Idee einer gewissen Wechselseitigkeit im Bestimmungsverhältnis von Sexuellem und Ökonomischem nahe. Das heißt, während jene Waren die Masturbation erleichtern, werden umgekehrt ihr ökonomischer Erfolg und ihre Expansion vom masturbatorischen Begehren angetrieben – in dem Sinne einer dem Warenkonsum allgemein inhärenten masturbatorischen Lust. Mit Masturbationswaren scheinen Konsumgüter also eine Apotheose erreicht zu haben, eine nahezu reine Form.

Auszüge aus: Tuck, Greg: Of Monsters, Masturbators and Markets – Autoerotic Desire, Sexual Exchange and the Cinematic Serial Killer, in: Scott, Niall (Hg.): Monsters and the Monstrous – Myths and Metaphors of Enduring Evil Interface Publication, Amsterdam, New York 2007, Rodolphi, S. 167–183, hier S. 171 f., 181 f.

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Veröffentlicht

27.09.2023

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