Von der psychotischen Übertragung
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2018.89.216Schlagworte:
Psychotische Übertragung, Psychose, Übertragung, sujet supposé savoir, Mathem der ÜbertragungAbstract
Lacans Analyse des Falls Aimée warf ein neues Licht auf die Frage der Übertragung in der Psychose. Im Gegensatz zu der bei Freud und seinen Nachfolgern weit verbreiteten Ansicht einer nicht existieren-den Übertragung in den Psychosen ist die psychotische Übertragung Ausgangspunkt für Lacans Übertragungsbegriff. Sein Zugang zur psychotischen Übertragung ist nicht wie derjenige Freuds belastet mit der »neurotischen Hypothek«. Der Artikel beleuchtet Lacans Begriff der (psychotischen) Übertragung. Dabei werden insbesondere sein Konzept des sujet supposé savoir (und der darin implizierte, heikle Ausschluss eines Autre supposé savoir) sowie das Mathem der Übertragung eingehend untersucht. Dies ist der erste Teil der Übersetzung eines Textes von Jean Allouch. Der zweite Teil wird sich ausgehend von Lacans Arbeit mit Aimée den klinischen Problemen im analytischen Umgang mit der Psychose widmen und im RISS 90 erscheinen.
Der Text ist eine gekürzte und übersetzte Version des Kapitels »du transfert psychotique« aus Allouch, Jean: Marguerite ou l’Aimée de Lacan. Paris 1990: EPEL
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