Es gibt keinen Wisstrieb

Emanzipation und Institutionalisierung von Jacques Rancière bis Slavoj Žižek

Autor/innen

  • Gabriel Tupinambá

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2025.101.93

Schlagworte:

Rancière, Žižek, Emanzipation, Institutionalisierung, Symptom

Abstract

Dieser Text untersucht die Konsequenzen der psychoanalytischen Entkoppelung von Wissen und durch Wissbegierde angetriebener Befriedigung. Die Freud’sche und Lacan’sche Hypothese anerkennend, dass unsere Befriedigung nicht daher rührt, was wir lernen, stellt sich die Frage, wie wir die Stütze des Bildungsprozesses anders konzipieren können. Fokussierend auf den von uns so genannten »Kritischen Ansatz von Bildung« – erläutert insbesondere anhand Jacques Rancières »Rückkehr zu Jacotot« –, untersuchen wir die symptomatischen Beschränkungen eines solch kritischen Ansatzes. Dieser stellt einen Gegensatz zwischen dem emanzipatorischen Potential eines gespaltenen Lehrpersonen-Schüler_innen-Verhältnisses und der institutionellen, die beiden in ein stabiles Verhältnis bringen wollende Gewalt her. Mit den Schwierigkeiten, die exakten Wissenschaften zu lehren, erscheint das Symptom dieses kritischen Ansatzes.

Veröffentlicht

04.02.2026