Bertschinger, Matthias: Freiheit und Krisis – Psychoanalyse des Autoritarismus und psychoanalytische Rechtsanthropologie. Schwabe, Basel 2020, 566 Seiten
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2020.92.359Schlagworte:
Matthias Bertschinger, Rechtstheorie, Psychoanalyse, RezensionAbstract
Es ist ein sehr schön gemachtes Buch, das uns der Autor und der Schwabe Verlag präsentieren, mit einer beträchtlichen Seitenzahl, einem umfangreichen Literaturverzeichnis, mehr als tausend Fußnoten und einem achtseitigen Autorenregister. All das weckt Erwartungen, erst recht, wenn Titel und Untertitel des Buchs ernst genommen werden. Unwillkürlich denkt man an die Studien von Adorno und Horkheimer über den autoritären Charakter, an die antiautoritäre Bewegung der 68er Jahre und all die Literatur, die über weite Strecken psychoanalytisch inspiriert war. Auch das Geleitwort von Daniel Hell – dem früheren Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, besser bekannt unter dem Namen »Burghölzli«, und heutigem Leiter einer privaten psychiatrischen Klinik (Hohenegg) – bestätigt die hohen Erwartungen: Es ist voller Empfehlungen für das Buch, das einen hohen Erkenntnisgewinn verspreche, auch werde man Zeuge eines verheißenen Neuanfangs, denn Bertschinger setze im vorliegenden Werk da an, wo andere aufhörten.
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