Der Psychoanalytiker als eingeschlossener Dritter

Ferenczis Aufbruch in Analogien

Autor/innen

  • Karl-Josef Pazzini

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2021.94.385

Schlagworte:

Sexualität, Analogie, Wissenschaft, Methode, Animismus, Utraquismus, Mutter, Meer

Abstract

Indem in der Psychoanalyse mit dem Unbewussten gerechnet und das Konzept der Übertragung als ubiquitär erkannt wird, ist es schwer für ihre Erfahrungen eine Form zu finden, die sich nicht widerstandlos außerhalb der kritisierten Wissenschaft stellt oder sich heraustreiben lässt. Zugleich gilt es in der Darstellung selbst, etwas aus den Erfahrungen der psychoanalytischen Arbeit nicht nur inhaltlich, sondern auch der Form nach greifbar werden zu lassen. Ferenczi geht dieses Risiko ein, indem er auf Analogien setzt und mittels dieser das Sexuelle und Unbewusste auch in der Biologie und für die Biologie entdeckt. Ferenczis Versuch einer Genitaltheorie (Thalassa) geht methodische Risiken ein, die als solche Vorbildcharakter haben können.

Downloads

Veröffentlicht

21.09.2021