Geneviève Fraisse, Einverständnis: vom Wert eines politischen Begriffs. Wien 2018: Turia + Kant
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2019.90.301Keywords:
Vergewaltigung, Feminismus, Gesellschaftsvertrag, RezensionAbstract
›Explizites Einverständnis‹ ist seit Mitte vergangenen Jahres in Schweden per Gesetz erforderlich, damit ein sexueller Akt nicht als Vergewaltigung gilt. Hier zeigt sich, was Geneviève Fraisse, Philosophin und ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, meint, wenn sie von den »›Ambitionen‹ des Einverständnisses« (S. 127) spricht. Denn ist nicht das Einverständnis Grundstein demokratischer Subjektivität überhaupt? Definiert sich der Bürger nicht »über einen singulären Akt, eine Geste der Übereinstimmung zwischen Ich und Ich, zwischen dem Ich und dem Rest der Welt?« (S. 14)
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