Tanz im Bett & Walkman als Kondom als Screen
Ästhetik des Sexuellen im Film Test
DOI :
https://doi.org/10.21248/riss.2022.96.529Mots-clés :
Filmästhetik, Sexuelles, Illusionsbildung, Probe, KondomRésumé
Test (USA 2013; R: Chris Mason Johnson) versetzt das Publikum ins San Francisco der 1980er Jahre, in eine Zeit, in dem der erste HIV-Test verfügbar wird. Der Film dreht sich mit und um einen schwulen weißen jungen Tänzer, der wie andere Angst vor dem Virus hat. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, was dieser Film in einer Verschränkung von Sujet und Machart an Erkenntnissen in Sachen Sexualität generiert. Es zeigt sich, dass Test – verbunden mit Tanz und Walkman, wie sie hier eine wichtige Rolle spielen – verschiedene Choreografien und Realitätsebenen medial in Szene setzt, vorführt und das Publikum different positioniert. Und der Clou – so das Ergebnis – ist, dass Test genau mit filmästhetischen Mitteln, durch Vorführung seiner eigenen Wirkmechanismen, das Sexuelle und dessen Szenen analysiert. Am Ende wird Sex auch diesseits des auf der Handlungsebene im Vordergrund stehenden sozialen Aids-Themas von einer kondomartigen Grenzziehung her denkbar und als in sich gespalten verfasst – was die Lust zu einer immer schon ästhetischen macht.
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© Insa Härtel 2022

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