En attendant toujours...
DOI :
https://doi.org/10.21248/riss.2023.99.665Mots-clés :
Freud, Émile Zola, Germinal, SexualitätRésumé
Der Ausdruck »en attendant toujours quelque chose qui ne venait point« stammt aus Émile Zolas 1885 veröffentlichtem Arbeiterroman Germinal, den Freud mutmaßlich während seines Parisaufenthaltes (1885/86) gelesen hat, um sein Französisch aufzubessern. Germinal ist eine Milieustudie über das Leben von Bergwerksarbeitern, mit denen der Autor in Vorbereitung auf den Roman mehrere Monate zusammenlebte. Einfühlsam und detailreich schildert Zola die unmenschlichen, krankmachenden Arbeitsverhältnisse im Bergwerk sowie die ärmlichen Lebensbedingungen in den Arbeiterdörfern, denen er die feine Welt der Besitzer und Aktionäre gegenüberstellt. Zentrales Ereignis des Romans ist ein vom Protagonisten Étienne angeführter Aufstand, der letztlich scheitert und im Tod vieler Arbeiter endet, nicht zuletzt, weil das Bergwerk durch den Sabotageakt eines Anarchisten geflutet wird.
In der Fortsetzung des Textes, der sich auf der Online-Präsenz des RISS findet, wird auf die Überschneidung der zolaschen Szene mit einer berühmten Deckerinnerung Freuds und auf die perversen Elemente dieser Szene, die sich anhand von Freuds Assoziationen zum »Traum vom Grafen Thun« rekonstruieren lassen, eingegangen, um schließlich auf den möglichen Zusammenhang von infantiler Onanie und Arbeitsstörung zurückzukommen.
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© Aaron Lahl 2023

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