Es zeigt sich

Autor/innen

  • Karl-Josef Pazzini

DOI:

https://doi.org/10.21248/riss.2025.101.89

Schlagworte:

Lehren, Zeigen, Kunst-Fotografie, Berufsunfähigkeit

Abstract

Es zeigt sich anderes, mehr oder auch weniger als intendiert. Was sich zeigt, hängt von Wünschen, Trieben, Verletzungen, Konflikten ab, auch das, was sich etwa an Kunstwerken, Filmen und in pädagogischen Prozessen zeigen kann. Die Relation »Zeigen« produziert etwas neben und durch das bewusste Zeigen.

Im Bereich der Pädagogik sind Lehrer:innen und Schüler:innen gleichermaßen im Prozess des Zeigens und Sich-Zeigens involviert. Es kann zu Überraschungen kommen. Es gehört zum Vertrauensvorschuss der Lehrer:innen an die Schüler, der Lehren gelingen lassen kann, etwas sich zeigen zu lassen, was nicht kontrolliert werden kann. – Erzählt wird ein Beispiel aus der Psychoanalyse: Eine Lehrerin, fast berufsunfähig, weil, wie sich herausstellte, sich für sie vor der Klasse etwas zeigte, was sie nie und nimmer mit der Lehrtätigkeit zusammengebracht hätte, nicht wiedererkannt hat: Rätselhafte Situationen aus der Kindheit.

Veröffentlicht

04.02.2026