Wohin schaut der Engel der Psychoanalyse?
Einige Überlegungen zur Linie des zweiten Todes
DOI:
https://doi.org/10.21248/riss.2018.89.237Schlagworte:
L’Entre-deux- Morts, Antigone, Symbolische Kastration, negative Halluzination, AporieAbstract
Ausgehend von Freuds letzten Notizen (»Mystik die dunkle Selbstwahrnehmung des Reiches außerhalb des Ichs, des Es«/»Psyche ist ausgedehnt, weiß nichts davon.«) wird Lacans Topologie des »L’Entre-deux-Morts« erkundet, besonders die epistemologische Stellung der Linie des zweiten Todes. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob ein Denken über das Jenseits, das hinter der Linie des zweiten Todes liegt, überhaupt möglich ist oder vielmehr vermieden werden sollte. Von der Linie des zweiten Todes aus wird sowohl in Richtung der borromäischen Welt wie des Jenseits gedacht. Die Arbeit schließt mit Refl exionen über die Frage, inwieweit sich die Psychoanalyse nicht nur gegenüber dem individuellen Subjekt, sondern auch gesellschaftlich und philosophisch positionieren sollte.
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